Perfektion im Schulalltag | Fluch oder Segen?

Perfektion im Schulalltag und das Streben danach oder lieber die Realität im Blick haben? 

Warum ist Perfektion im Schulalltag so bedeutend?

Früher habe ich unbewusst nach Perfektion gestrebt. Es war mir wirklich nicht klar, dass ich nur „die perfekte Situation“ im Blick hatte. 

Wonach strebte ich in der Schule?

  • störfreier Unterricht
  • motivierte Kinder
  • perfekter Unterricht
  • keine Beleidigungen, Streit usw.
  • dass jedes Kind sich alles merkt, was wir lernen
  • dass wir eine „perfekte“ Klassengemeinschaft sind

Und es war mir wichtig, dass die Kinder gut auf Tests und Klausuren vorbereitet sind, dass jedes Kind die besten Noten anstrebt, dass gutes Verhalten belohnt und schlechtes Verhalten bestraft wird. Leise Kinder, die gut mitarbeiten, bekamen Sternchen oder Smilies und die Klassenclown und Störenfriede wurden bestraft mit Abschreibtexten und anderen Maßnahmen. 

Das konsequente Einhalten der Regeln bestimmte meinen Schulalltag. Die schüchternen Kinder, die sich nie mündlich am Unterricht beteiligten, habe ich diese Eigenschaft jedes Mal gesagt. Die lauten, temperamentvollen Kinder wurden ermahnt, leiser zu sein usw. 

Ich verlangte unbewusst von jedem Kind und meinem Unterricht, dass er nahezu „perfekt“ sein soll, am besten jeden Tag und jede Stunde. Und war das nicht so, war ich fix und fertig und meine Erwartungen wurden nicht erfüllt. 

Wie würde so ein perfekter Schulalltag und die Zukunft aussehen?

  • Die Kinder sind alle pünktlich. 
  • Alle Kinder haben gute Laune.
  • Jedes Kind hat alle Materialien mit. 
  • Kein Kind hat die Hausaufgaben vergessen. 
  • Alle Kinder sitzen ordentlich zur gegebenen Zeit am Platz. 
  • Alle Kinder melden sich regelmäßig und beteiligen sich am Unterrichtsgespräch.
  • Alle Kinder sind motiviert alle Lerninhalte zu lernen. 
  • Jedes Kind schreibt gute Noten.
  • Jedes Kind arbeitet fleißig und ordentlich.
  • Jedes Kind pflegt Freundschaften und es gibt keinen Streit.
  • Jedes Kind besucht nach der Grundschule das Gymnasium,
  • Jedes Kind macht Abitur und studiert.
  • Jedes Kind wird ein Kopfmensch, arbeitet online oder eine andere „denkende“ Tätigkeit. 
  • Andere Schulen werden zu Gymnasien.
  • Handwerker sterben aus.
  • Wie sieht die Zukunft dann aus?

Im Moment gibt es viel zu wenig Handwerker und viel zu viele  Tätigkeiten mit Hochschulabschluss. 

Doch ich frage mich

Warum müssen alle nach Perfektion streben?

Für die Gesellschaft mag dieser Weg der „Perfekte“ sein. Macht, Geld, Anerkennung gehören auch zu den Bedürfnissen des Menschen. Doch nicht jeder ist dafür gemacht, diese Macht zu erreichen.

JEDER IST EINZIGARTIG und das Beste, was jeder tun kann, ist das, was ihm liegt, was er kann, was er mag und woran er Spaß hat. Zum Glück habe ich das irgendwann verstanden und habe meine Perfektion abgelegt und bin zurück in die Realität gehüpft.

Für mich hat „Perfektion“ jetzt eine ganz andere Bedeutung. 

Wie ich Perfektion gegen Realität im Schulalltag getauscht habe

  • Ich sehe jedes Kind als einzigartig an.
  • Jeder ist gut, so wie er ist.
  • Jeder kann etwas anderes besonders gut.
  • Ich vergleiche niemanden und auch mich mit keinen anderen.
  • Ich zeige den Kindern, dass man aus Fehlern am meisten lernen kann.
  • Ich lobe schüchterne Kinder in ihren Stärken und gehe nicht mehr auf ihre Schüchternheit ein (vielleicht wird ein schüchternes Kind später einmal eine großartiger Künstler und malt wundervolle Bilder)
  • Ich schaffe Situationen, in der sich jeder wohl fühlt. 
  • Ich spreche über Werte, meine, die der Eltern und die der Kinder 
  • Ich lasse Kinder zur Ruhe kommen, den Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung zu spüren.
  • Ich fördere ihr Selbstbewusstsein.
  • Ich nehme meine Erwartungen zurück.
  • Ich konzentriere mich auf positive Glaubenssätze und löse die negativen ab.
  • Ich überdenke mein Verhalten und meine Handlungen.
  • Ich lerne mit dem turbulenten Schulalltag zurechtzukommen und gleichzeitig versuche ich in der Politik was zu bewegen, damit sich das Bildungssystem ändert.
  • Ich hinterfrage, höre zu, baue eine Beziehung zu jedem Kind auf.
  • Ich reflektiere mich, meinen Unterricht und übe mit den Kindern Reflektion. 
  • Ich zeige ihnen ihre Entwicklung und gebe Noten wenig Beachtung. 

Jeder darf so sein, wie er möchte und sein will. Ich denke, wir müssen die Kindern darin stärken, was sie können und worin sie sich gut fühlen. Dass sie sich selbst entdecken und herausfinden, was ihnen selbst gut tut. Dass sie sich nicht vergleichen, sondern sich von anderen abheben. 

Was genau habe ich an meinem Unterricht geändert, um Perfektion abzulegen?

Ich habe meine Erfahrungen in einem eBook geschrieben, der eine Veränderung bewirkt, wenn du wirklich bereit bist, deine Persönlichkeit anzuschauen, deinen Unterricht in den Blick zu nehmen und Momente der Gelassenheit und Ruhe im Unterricht schafft. 

Meine Erfahrungen und Ideen zielen darauf ab, Unterrichtsstörungen vorzubeugen. Aber im Grunde ist es so ganzheitlich, dass du auf allen Ebenen Vorteile spüren wirst. 

In diesem eBook schreibe ich von meiner Geschichte, was genau ich im Unterricht verändert habe und warum ich Yoga im Unterricht integriert habe. 

Wenn auch du mehr Realität und weniger nach Perfektion strebst, dann empfehle ich dir, sich mit den 10 Schritten aus meinem eBook auseinanderzusetzen und sie zu vertiefen. 

Ich helfe dir gerne dabei.

 

Schulalltag entspannt
© Romolo Tavani

Sabine

Ich freue mich über Feedback.

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