6 Tipps, wie du Affirmationskarten für Kinder sofort einsetzen kannst

6 Tipps, wie du Affirmationskarten für Kinder im Alltag einsetzen kannst. 

Affirmationskarten für Kinder, die ich handgemalt habe, mit wunderschönen Tiermotiven und starken ICH-Sätzen. Affirmationskarten unterstützen dein Kind dabei, selbstbewusst zu werden und seine negativen Gedankenmuster über sich selbst aufzulösen und durch positive zu ersetzen. 

6 Einsatzmöglichkeiten meiner Affirmationskarten für Kinder

Affirmationskarten oder auch Mutmachkarten können Kinder in ihrer eigenen Denkweise positiv verändern. Reden Erwachsene im Beisein von Kindern schlecht über sich selbst, und auch schlecht über das Kind, prägen sich diese negative Gedankenmuster in das Unterbewusstsein des Kindes ein. 
Erwachsene sind Vorbilder von Kindern und alles, was die eigenen Bezugspersonen machen, schauen sich die Kinder ab und ahmen jedes Verhalten nach. 

Umso wichtiger ist es, als Erwachsener gut über sich selbst und über das Kind zu sprechen, um negative Glaubenssätze erst gar nicht entstehen zu lassen. Jedes Kind ist gut, so wie es ist und das sollte es täglich erfahren. 

Eine Einsatzmöglichkeit: Satz der Woche / des Monats

Satz der Woche

Der Satz der Woche oder der Satz des Monats kann man zu Hause, in der Kita oder in der Schule gut umsetzen. Es wird eine Karte gezogen, die in einer Woche oder einem anderen von dir vorgegebenen Zeitraum zum Satz der Woche gemacht wird. Die Karte kann auch in einem Bilderrahmen gut sichtbar am Esstisch oder in der Klasse an einer bestimmten Wand platziert werden. 

Zu Beginn wird besprochen, was mit dem Satz gemeint ist und wie wir im Alltag darauf achten können. Nehmen wir als Beispiel: Ich bin gelassen. Zunächst wird geklärt, was “gelassen” bedeutet. Wir können auf bestimmte Situationen sehr explosiv reagieren, aggressiv oder wütend. In manchen Situationen können wir unsere Denkweise aber ändern und gelassen, also ruhig und geduldig reagieren.  

Mit konkreten Beispielsituationen können Kinder noch mehr mit dem Satz anfangen. Ein Kind nimmt dir ein Spielzeug weg. Wie reagierst du? 

-> impulsiv, wütend, aggressiv, nimmst es dir wieder zurück 

ODER

> gelassen, ruhig, geduldig und sprichst erstmal mit dem anderen Kind, dass es nicht in Ordnung ist, Spielzeug einfach wegzunhemen. Dass man zuerst fragen sollte, ob man das darf. Und dass du sehr traurig bist, wenn dir einfach etwas weggenommen wird. 

In den allermeisten Fällen löst sich dieser Konflikt ohne große Aufregung und das andere Kind gibt dir, weil es Einsicht zeigt, das Spielzeug wieder. 

Durch das tägliche Schauen auf die Karte werden die Kinder unbewusst daran erinnert, gelassen auf manche Situationen zu reagieren und das können sie die nächsten Tage üben. Zwischendurch und/oder zum Abschluss wird reflektiert, wie die Gelassenheit umgesetzt wurde, wo es noch Schwierigkeiten gab usw. Für den nächsten Zeitraum wird eine neue Karte gezogen. 

2. Möglichkeit, um Affirmationskarten sinnvoll einzusetzen: Collage als Wandbild gestalten

Wandcollage

Gestaltet gemeinsam mit den Kindern eine Wandcollage.

Entweder benutzt ihr eine große Pinnwand, eine Magnetwand oder einen Bilderrahmen.

Alle 20 Karten sind an der Wand ein absoluter Blickfang. Die leuchtenden Farben mit den kräftigen ICH-Sätzen und den handgemalten Tieren ergeben ein wunderschönes Kunstwerk. Gestaltet es wie es zu euren Räumen passt.

Durch die Wandcollage schaut man immer wieder hin und die Sätze dieser positiven Affirmationen landen durch das ständige Wiederholen im Unterbewusstsein. Dadurch werden sie fest verankert und das positive Verhalten folgt darauf.

Meinen Kindern habe ich Kleberknete in die Hand gedrückt und sie durften die Karten selbständig an der Wand platzieren. Durch die Kleberknete können die Karten nach Belieben getauscht werden oder wenn sie anderweitig benutzt werden, auch wieder gelöst werden. Meine Kinder lieben diese Wandcollage und sind stolz darauf. Es ist in unserer Wohnung ein absoluter Hingucker. Die Kinder werden somit immer wieder daran erinnert, wie großartig, mutig und einzigartig sie sind.

Durch das Wiederholen der Sätze mit dem dazu passenden Tier können auch die kleinen Kinder, die noch nicht lesen können, sich ganz schnell merken, welcher Satz dort steht. Kinder haben eine großartige Merkfähigkeit und somit lernen sie die Sätze sehr schnell.

Schickt mir gerne eure Wandcollagen, die ihr mit den Karten gestaltet habt. Dann kann ich sie hier online zeigen. 

3. Einsatzmöglichkeit meiner Affirmationskarten für Kinder: Postkarte

Postkarte

Die Affirmationskarten für Kinder sind so gestaltet, dass auf der Rückseite Platz zum Beschriften ist. Die Karten können als Postkarte beschriftet und verschenkt werden. Beim Verschenken werden Glückshormone ausgeschüttet, genauso, wenn man jemandem anderen ein Kompliment macht. Dadurch fühlt man sich nachweislich glücklicher und zufriedener. Verschenkt gerne meine Karten an Menschen, die es brauchen. Beschriftet die Rückseite mit herzerwärmenden Worten und freut euch darüber, wie der Beschenkte reagiert.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, meine Affirmationskarten als Inspiration zu nehmen und die Kinder gestalten selbst ihre eigenen Postkarten. Die Vorderseite malen sie eigenständig und die Rückseite ist im Postkartenformat an sich selbst adressiert mit einem passenden, selbst ausgewählten aussagekräftigen ICH-Satz.

Also, beschenkt euch selbst oder andere und macht die Affirmationskarten zu Postkarten und verschenkt andere.

4. Möglichkeit, meine Affirmationskarten als Spiel einzusetzen: Sätze / Bilder umschreiben

Sätze / Bilder umschreiben

Hier geht es darum, die Karten näher kennen zu lernen und daraus ein Spiel zu spielen. Dazu werden entweder die Bilder, die Sätze oder beides umschrieben.

Bilder umschreiben:
Die Tiere werden umschrieben, so lange, bis ein anderes Kind das Tier errät. Dabei darf der Name des Tieres und das Geräusch, welches es macht, nicht genannt werden.

Die Affirmationskarten mit den Tieren eignen sich aber auch als Pantomime. Die Kinder stellen das Tier ohne Worte dar. Da könnt ihr euch darauf einigen, ob ihr Tiergeräusche irgendwann zulässt oder nicht. 

Sätze umschreiben: Für ältere Kinder geeignet.
Die Kinder umschreiben die Sätze, indem sie versuchen zu benennen, wie jemand ist, auf den der Satz zutrifft. Beispiel: „Ich bin gelassen“ Wenn ich ganz ruhig bin in einer Situation, bei der ich normalerweise ausraste. Ich bin dann ganz geduldig und versuche diese Situation nicht so schlimm zu sehen.

Sätze und Bilder umschreiben: Die Tiere können zur Hilfe genommen werden, um die Sätze zu beschreiben. Beispiel: „Ich bin mutig.“ Der Löwe ist so. Denn er kämpft für andere Tiere und ist der König des Waldes. Er setzt sich für andere ein. … -> Der Löwe ist mutig.

Das Spiel kann man sowohl zu Hause mit Eltern/Geschwistern, als auch in der Klasse im Unterricht spielen. So kann es vom Schwierigkeitsgrad an das jeweilige Alter der Kinder angepasst werden.

Durch das Auseinandersetzen mit diesen Sätzen, werden diese bei vielen Wiederholungen ins Unterbewusstsein befördert und das Kind denkt zunehmend positiv über sich. 

5. Einsatzmöglichkeit als Spiel: Ich weiß, wer ich bin.

Ich weiß, wie ich bin

Das Spiel ist eins meiner Lieblingsspiele. Es wird gespielt wie das Spiel „Ich packe meinen Koffer…“. Dazu können die Affirmationskarten an die Spieler verteilt werden. Alternativ können die Spieler die Karten von einem Stapel ziehen und wieder zurücklegen, je nach Gruppengröße.
Der erste Spieler fängt an und sagt:
Ahmed: Ich weiß, wie ich bin. ICH BIN STOLZ AUF MICH. 
Lea: Ahmed ist stolz auf sich und ich weiß, wie ich bin, ICH BIN EHRGEIZIG.
Elif: Ahmed ist stolz auf sich, Lea ist ehrgeizig und ich weiß, wie ich bin, ICH BIN GLÜCKLICH.

Usw.

Das wird mit steigender Anzahl schwieriger. Hier kann man sich einigen, ob das Kind, was dran ist, Tipps bekommt, falls es einen Satz vergessen hat, indem die Karte kurz gezeigt wird oder ob es bei einem Fehler direkt ausscheidet. (Ich bin bei diesem Spiel für das Zeigen der jeweiligen Karte, weil es nicht darum geht, einen Sieger zu bestimmen, sondern die Sätze so oft wie möglich zu wiederholen.)

Das Spiel endet, sobald jeder einmal dran war oder, falls ihr mit Ausscheiden spielt, dann so lange, bis einer übrig bleibt. 

6. Möglichkeit: Spiel: Wer fehlt?

Wer fehlt?

Je nach Alter der Kinder kann die Anzahl der Karten variiert werden. Zu Beginn empfehle ich mit wenig Karten zu starten und dann die Anzahl zu erhöhen.
Die Karten werden auf dem Tisch verteilt. Fangen wir mit 6 Karten an. Die Kinder merken sich die Karten, die Sätze und/oder Tiere. Das kannst du vorher festlegen.

Anschließend schließen die Kinder die Augen. Du nimmst eine Karte weg. Das Kind öffnet die Augen und muss erraten, welche Karte fehlt. Wenn mehrere Kinder mitspielen, erhält das Kind, was richtig lag, einen Punkt/Stein. Die Alternative zum Reinrufen ist, dass die Kinder ihre Lösung malen/schreiben/pantomimisch darstellen können und so erhalten mehrere Kinder einen Punkt/Stein.

Die Anzahl der Karten kann dann erhöht werden. Bei 20 Karten ist es schon sehr schwierig herauszufinden, welche Karte fehlt. Danach können auch beliebig viele Karten weggenommen werden.

Spielt man das Spiel öfter, prägen sich die Sätze wieder ein und das Kind profitiert von den positiven Affirmationen.

Affirmationskarten für Kinder

Weitere Buchempfehlungen zu Affirmationen für Kinder

Sabine

Sabine

Ich hoffe, dass dir die Tipps bei der Umsetzung von Affirmationen mit deinem Kind zu einem besseren Lebensgefühl verhelfen.

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